RFG

Rheinfischereigenossenschaft
in Nordrhein-Westfalen

Karte NRW

Rhein-Sieg-Kreis

Angelverbotszonen am Rhein im Rhein-Sieg-Kreis

Auf dem Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises mündet die Sieg in den Rhein, die das wichtigste Programmgewässer für die Wiedereinbürgerung des Atlantischen Lachses im Rahmen des Wanderfischprogramms NRW darstellt. Die Sieg ist der bedeutendste Lachs-Fluss im gesamten Rheineinzugsgebiet mit den höchsten Rückkehrerzahlen. An der Kontroll- und Fangstation (KFS) bei Buisdorf, ca. 40 km oberhalb der Rheinmündung, wird der Aufstieg von Lachsen und anderen Fischen jährlich wissenschaftlich dokumentiert. In wichtigen Zuflüssen der Sieg, wie z.B. die Agger und die Bröl, aber auch in etlichen kleineren Bächen, findet seit Jahren bereits eine erfolgreiche natürliche Vermehrung aufgestiegener Lachse statt. Lachs und Meerforelle sind nach §1 der Landesfischereiverordnung NW ganzjährig geschont und dürfen nicht beangelt werden. Um in der Aufstiegssaison, wenn sich aufstiegswillige Großsalmoniden häufig längere Zeit im Mündungsbereich aufhalten, den zufälligen Fang (der den Tieren erheblichen Schaden zufügen kann, auch wenn sie wieder freigelassen werden) und das illegale absichtliche Angeln auf diese wertvollen Fische zu unterbinden, wurde der Mündungsbereich der Sieg in den Rhein auf der Grundlage des Landesfischereigesetzes in der Hauptaufstiegssaison der Lachse als Fischschonbezirk ausgewiesen und mit einem zeitlich befristeten Angelverbot belegt.

Diese Maßnahme der Oberen Fischereibehörde war notwendig geworden, nachdem in den letzten Jahre die Berichte über die Fänge von Lachsen zugenommen hatten, entsprechende Fotos und Berichte in einschlägigen Foren kursierten und auch Fälle von absichtlichem illegalen Angeln auf Lachse dokumentiert werden konnten.

Der Fischschonbezirk „Siegmündung“ umfasst im Rhein den rechten Uferbereich von Rhein-km 659,0 bis Rhein-km 660,3, dieser Uferabschnitt schließt den den Mündungsbereich des Mondorfer Hafens ein (hier reicht die Angelverbotszone beidseitig bis zur Rampe in der Verlängerung der Korngasse, siehe Kartendarstellung). In der Sieg erstreckt sich der Fischschonbezirk über die gesamte Flussbreite 230 m aufwärts bis zur Einmündung des Altarmes „Diescholl“ (Hinweis: Sowohl der Mündungsbereich des Mondorfer Hafens als auch der bezeichnete Sieg-Abschnitt liegen in Nebengewässern und dürfen mit dem Rhein-Erlaubnisschein grundsätzlich nicht befischt werden!).

In dem bezeichneten Fischschonbezirk ist in der Hauptaufstiegszeit vom 1.09. bis zum 31.12. eines Jahres jegliches Angeln verboten!

Schutzgebiet Uferseite Abgrenzung Rhein-Km Fischereiliche Regelungen
FSG „Siegmündung“ rechts 659,0 – 660,3 Angelverbot vom 01.09. – 31.12.

Kartendarstellung des Fischschutzgebiets „Siegmündung“ (erstellt von der Bezirksregierung Köln):

Die Verordnung zum Fischschutzgebiet Siegmündung finden Sie hier: Verordnung zum Fischschutzgebiet Siegmündung

Hinweis:

Zu beachen ist, dass der Fischschonbezirk „Siegmündung“ im oberen Bereich einen Rheinuferabschnitt vor dem „Kemper Werth“ umfasst, der auf dem Gebiet der Stadt Bonn liegt und gemäß dem Landschaftsplan „Siegmündung“ mit einer fischereilichen Regelung belegt ist, die das Angeln dort in der Zeit vom 01.02. bis zum 31.07. verbietet. Die Ausweisung des Fischschonbezirks „Siegmündung“ überlagert diese Regelung und verbietet das Angeln in einem Teil dieses Rheinuferabschnitts (von Rhein-km 659,0 bis Siegmündung) zusätzlich in der Zeit vom 01.09. bis zum 31.12. eines Jahres!

  • Lage des Rhein-Sieg-Kreises (Regierungsbezirk Köln)

    Lage des Rhein-Sieg-Kreises (Regierungsbezirk Köln)