RFG

Rheinfischereigenossenschaft
in Nordrhein-Westfalen

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Häufig gestellte Fragen

 

  • Was bedeutet der Hinweis "mit je 1 Haken" auf der Vorderseite des Erlaubnisscheines? Dürfen beim Raubfischangeln keine Zwillings- oder Drillingshaken verwendet werden?

    Gemeint ist, das bei Legangeln, also bei Posen- oder Grundmontagen, keine Vorfächer mit mehreren Haken (Paternoster-Vorfächer) verwendet werden dürfen! Beim Spinnfischen dürfen durchaus handelsübliche Kunstköder (Wobbler, Spinner, Gummifische etc.) mit mehreren Zwillings- oder Drillingshaken benutzt werden; ebenso dürfen beim Raubfischangeln mit toten Köderfischen an der Legangel (Posen- oder Grundmontagen) Köderfischsysteme oder Vorfächer mit einem oder mehreren Zwillings- oder Drillingshaken zur Befestigung des Köderfisches benutzt werden.

  • Kann ein im Rhein gefangener Aal ohne Bedenken verzehrt werden?

    Nein! Aale aus dem Rhein sind nachweislich im statistischen Mittel oberhalb zulässiger Grenzwerte mit Umweltgiften wie PCB's, HCB's, Dioxinen und dioxinähnlichen PCB's belastet. Das Umweltministerium NRW hat eine Verzehrempfehlung ausgesprochen, nach der auf jeglichen Verzehr von im Rhein gefangenen Aalen verzichtet werden sollte! Diese Verzehrempfehlung ist seit dem Jahr 2003 unverändert gültig. Die erhöhten Rückstandsgehalte in Aalen bedingen im Falle eines Verzehrs (insbesondere bei geringen Mengen) jedoch nicht zwangsläufig eine Gesundheitsgefährdung. Die offizielle Verzehrempfehlung ist kein Verbot, es bleibt jeder Privatperson selbst überlassen, sich dagegen zu entscheiden und im Rhein gefangene Aale zu verzehren. Die Rheinfischereigenosschenschaft empfiehlt jedoch unbedingt der offiziellen Verzehrempfehlung zu folgen!

  • Kann man Erlaubnisscheine für den Rhein auch online beziehen und zugeschickt bekommen?

    Nein, ein online-Erwerb ist derzeit noch nicht möglich. Die Verkaufsstelle muss die Gültigkeit des Fischereischeines überprüfen.

  • Warum ist auf dem Rhein in NRW das Angeln vom Boot aus nicht gestattet, obwohl es in anderen Bundesländern doch erlaubt ist?

    1) Die Zahl der Angler am NRW-Rhein ist wesentlich höher als in anderen Bundesländern, gegen das zu erwartende Kleinfahrzeugaufkommen gibt es erhebliche Sicherheitsbedenken, auch seitens der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Wasserschutzpolizei. 2) Das Problem der Fischereiaufsicht ist ungelöst, Bootsangler sind für die reguläre Fsichereiaufsicht bisher nicht erreichbar. 3) Die hohe Anglerzahl bedingt ein hohen Fischereidruck, teilweise selektiv auf bestimmte Arten wie den Zander, die vom Ufer aus nicht erreichbaren Strombereiche stellen eine Art Rückzugsgebiet oder Schonbereich für diese Fische dar.

  • Darf ich mit dem Rheinschein Wollhandkrabben aus dem Rhein fischen?

    Wollhandkrabben unterliegen, wie alle Krebs- und Weichtiere, dem Fischereigesetz. Die Wollhandkrabbe unterliegt als eingeschleppte und zudem als schädlich eingeschätzte Art keinerlei Schon- oder Schutzbestimmungen. Der Inhaber eines gültigen Fischereierlaubnisscheines darf Wollhandkrabben daher grundsätzlich entnehmen und verwerten. Allerdings darf der Fang nur mit Handangeln wie auf dem Erlaubnisschein angegeben erfolgen. Der Einsatz von Reusen und Netzen ist den Inhabern regulärer Erlaubnisscheine nicht gestattet! Netz- und Reusenfischerei darf nur von einer begrenzten Personenzahl von Neberwerbsfischern mit einer Sondererlaubnis ausgeübt werden.

  • Darf man im NRW-Rhein in den Schonzeiten von Hecht und Zander mit Kunstködern fischen?

    Ja, es gelten bisher keine Köderverbote in den Schonzeiten. Jeder Angler ist jedoch aufgerufen, mit dem Problem verantwortungsvoll umzugehen und die Wahl der Köder hinsichtlich Art und Größe und die Wahl der Angelstellen so auf die Zielarten (Barsch, Rapfen etc.) abzustellen, dass der unbeabsichtigte Fang der geschonten Arten vermieden wird.

  • Darf ich als Raubfischangler Köderfische mit einer Köderfischsenke oder einem kleinen Wurfnetz fangen?

    Nein! Die Verwendung jeglicher Netze, wie Köderfischsenken, Wurfnetze, kleine Stellnetze oder Zugenetze, ist für Angler grundsätzlich verboten (siehe Hinweis auf der Rückseite des Erlaubnisscheines)! Mit den genannten Geräten können sehr leicht große Mengen von Jungfischen gefangen werden, so dass bei unkontrollierter Verwendung die Gefahr einer lokalen Schädigung des Jungfischbestandes besteht. Zudem besteht die Gefahr, dass unter den kleinen Jungfischen die seltenen und/oder geschützten Arten nicht erkannt werden. Es sollte i.d.R. problemlos möglich sein, Köderfische mit der Stippangel zu fangen.

  • Wie ist die Fangbegrenzung bei bestimmten Arten auf 3 Stück pro Tag zu verstehen, wenn beim Nachtangeln ein Angelausflug länger als bis 24:00 Uhr dauert und damit zwei Kalendertage umfasst, dürfen dann beispielsweise 6 Aale oder Zander entnommen werden?

    Gemeint ist die Fangbegrenzung bezogen auf einen Angelausflug oder eine Angelsitzung; die Fangbegrezung auf 3 Stück sollte auch gelten, wenn beim Nachtangeln die 24:00 Uhr Marke überschritten wird.