RFG

Rheinfischereigenossenschaft
in Nordrhein-Westfalen

Karte NRW

Angelverbotszonen

Der Geltungsbereich des Erlaubnisscheines kann in Natur- und Landschaftsschutzgebieten durch generelle Verbote oder örtliche und zeitlichen Beschränkungen für die Fischereiausübung eingeschränkt sein.

Derartige Regelungen werden in den Festsetzungen von Landschaftsplänen, in den ordnungsbehördlichen Verordnungen bei der Ausweisung von Natur- und Landschaftsschutzgebieten durch die Landschaftsbehörden der Kreise bzw. kreisfreien Städte oder der Bezirksregierungen oder bei der Ausweisung von Fischschonbezirken auf der Grundlage des Landesfischereigesetzes verfügt. Die Rheinfischereigenossenschaft selbst hat Fischereiverbote nur in dem Ausnahmefall der Kooperationsvereinbarungen im Kreis Wesel für verschiedene Rheinuferabschnitte festgesetzt.

Aufgrund der großen Zahl von insgesamt 12 Kreisen bzw. kreisfreien Städte am Rhein und der Vielzahl von Naturschutzgebieten und entsprechenden Regelungen an ca. 440 km Uferlinie kann die Rheinfischereigenossenschaft auf den Fischereierlaubnisscheinen nicht umfassend und rechtsverbindlich über Angelverbote informieren. Auf möglicherweise bestehende Angelverbote an bestimmten Rheinuferabschnitten kann auf dem Erlaubnisschein nur in allgemeiner Form hingewiesen werden:

„Der Erlaubnisschein gilt nicht bei örtlichen und / oder zeitlichen Einschränkungen oder Verboten der Fischereiausübung“

Es liegt letztlich in der Verantwortung des einzelnen Anglers, sich über örtliche Angelverbote und Regelungen für die Fischereiausübung zu informieren; bei Verstößen gilt leider unter Umständen, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Diese Situation war für Rheinangler äußerst unbefriedigend und problematisch. Die Veröffentlichung von Verordnungen in Amtsblättern erreichte i.d.R. die Mehrheit der Angler nicht, Angelverbotsstrecken werden von den Behörden i.d.R. auch nicht durch eine entsprechende Beschilderung im Gelände gekennzeichnet, und leider kam es in der Vergangenheit auch oft vor, dass selbst die eigentlich zuständigen Behörden bei Nachfragen keine verbindliche Auskunft über Angelverbotsstrecken erteilen konnten. Anfragen zu Naturschutzgebieten und Angelverbotszonen machten daher einen Großteil der an die Rheinfischereigenossenschaft gerichteten Nachrichten aus.

Um bei diesem schwerwiegenden Problem der Rheinangler Abhilfe zu schaffen, haben zunächst die Oberen Fischereibehörden bei den Bezirksregierungen auf ihren Internetseiten Informationen über Angelverbotszonen zusammengetragen und veröffentlicht. Auch die Rheinfischereigenossenschaft hat jetzt noch einmal alle relevanten Informationen zu Angelverbotszonen bei den Behörden recherchiert und zusammengetragen und wird von nun an versuchen, an dieser Stelle einen umfassenden und aktuellen Informationsservice über Angelverbotszonen am Rheinstrom in Nordrhein-Westfalen anzubieten. Hierzu wird sowohl überlassenes als auch von der Rheinfischereigenossenschaft selbst bearbeitetes Kartenmaterial zur Ansicht und zum download angeboten.

Wir müssen darauf hinweisen, dass die Rheinfischereigenossenschaft, auch wenn die Informationen mit größter Sorgfalt recherchiert wurden, nicht rechtsverbindlich informieren kann und deshalb alle Angaben ohne Gewähr erfolgen. Die Abgrenzung von Angelverbotszonen im Gelände müssen Angler mit Hilfe der hier veröffentlichten Informationen anhand der überall am Rheinufer in 100 m-Abständen angebrachten Schifffahrtszeichen der Rheinkilometrierung ausmachen.

  • Schild mit Rheinkilometrierung

    Schild mit Rheinkilometrierung